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Trees 4 Bees – Artenschutz beginnt direkt vor unserer Haustür

9. Aug.
7 Min. Lesezeit

Warum wir uns in Hagen für Wildbienen, natürliche Lebensräume und mehr Artenvielfalt einsetzen

Artenschutz klingt für viele Menschen zunächst nach weit entfernten Regenwäldern, bedrohten Tierarten oder großen Naturschutzgebieten. Doch Artenschutz beginnt viel näher: vor unserer eigenen Haustür, in unseren Wäldern, auf unseren Wiesen, an Waldrändern, in Gärten, auf Brachflächen und sogar mitten in unseren Städten.

Genau hier setzt unsere Arbeit mit Freigefühl an.

Mit unserem Projekt „Trees 4 Bees“ möchten wir in Hagen konkrete Lebensräume schaffen, erhalten und langfristig beobachten. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf Wildbienen und anderen Insekten, die auf geeignete natürliche Strukturen angewiesen sind.

Denn eines ist klar: Es reicht nicht, über den Verlust der Artenvielfalt zu sprechen. Wir müssen anfangen, wieder Lebensräume entstehen zu lassen.

Und genau das möchten wir tun.



Was ist „Trees 4 Bees“?

„Trees 4 Bees“ ist ein Artenschutzprojekt von Freigefühl, das sich mit der Frage beschäftigt:

Wie können wir Bäumen und natürlichen Strukturen wieder mehr Bedeutung als Lebensraum für Wildbienen und andere Tierarten geben?

Viele Menschen verbinden Bienen hauptsächlich mit Honigbienen und klassischen Bienenstöcken. Doch in Deutschland leben zahlreiche unterschiedliche Wildbienenarten – und viele davon haben völlig andere Ansprüche an ihren Lebensraum.

Sie benötigen beispielsweise:

  • kleine Hohlräume,

  • Totholz,

  • alte Baumstrukturen,

  • offene Bodenstellen,

  • markhaltige Pflanzenstängel,

  • geeignete Blühpflanzen,

  • strukturreiche Waldränder,

  • natürliche Rückzugsräume.

Genau diese Strukturen werden in unserer Landschaft jedoch immer seltener.

Aufgeräumte Grünflächen, stark gepflegte Gärten, entfernte Totholzbestände und fehlende alte Baumstrukturen sehen für den Menschen vielleicht ordentlich aus – aus Sicht vieler Tiere verschwinden dadurch jedoch wertvolle Lebensräume.

Mit „Trees 4 Bees“ möchten wir deshalb gezielt neue Möglichkeiten schaffen.


Baumhöhlen als Lebensraum

Ein wichtiger Bestandteil unseres Projektes ist die Schaffung beziehungsweise Bereitstellung geeigneter Baumhöhlen und natürlicher Hohlraumstrukturen.

Baumhöhlen gehören zu den wertvollsten Mikrohabitaten unserer Wälder.

Ein einzelner Baum kann weit mehr sein als nur ein Baum.

Er kann Nahrungsquelle, Kinderstube, Versteck, Überwinterungsplatz und Lebensraum gleichzeitig sein.

Gerade alte Bäume entwickeln im Laufe vieler Jahre Strukturen, die für zahlreiche Tierarten interessant werden. Doch nicht überall gibt es genügend alte oder höhlenreiche Bäume.

Deshalb möchten wir im Rahmen unseres Projektes gezielt zusätzliche Strukturen schaffen und beobachten, wie diese von der heimischen Tierwelt angenommen werden.

Unser Ziel ist dabei nicht, die Natur künstlich zu ersetzen.

Im Gegenteil.

Wir möchten dort unterstützen, wo natürliche Strukturen fehlen, und gleichzeitig zeigen, wie wichtig alte Bäume, Totholz und natürliche Waldentwicklung für den Artenschutz sind.


Wildbienen brauchen mehr als ein Insektenhotel

Vielleicht kennt ihr die klassischen „Insektenhotels“, die mittlerweile in vielen Gärten oder Baumärkten zu finden sind.

Grundsätzlich ist es wunderbar, dass sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen, wie sie Insekten helfen können.

Doch echter Wildbienenschutz ist komplexer.

Eine Nisthilfe allein reicht nicht.

Wildbienen benötigen gleichzeitig geeignete Nahrungspflanzen.

Und diese Nahrung muss möglichst über viele Monate hinweg verfügbar sein.

Ein Lebensraum funktioniert nur dann wirklich, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen:

Nistmöglichkeiten + Nahrung + geeignete Umgebung + möglichst wenig Störung.

Genau deshalb möchten wir bei unserer Artenschutzarbeit nicht nur einzelne Maßnahmen betrachten.

Unser langfristiges Ziel ist es, verschiedene Elemente miteinander zu verbinden.

Dazu gehören beispielsweise:

Baumhöhlen.

Naturnahe Waldstrukturen.

Blühflächen.

Wildblumenwiesen.

Geeignete heimische Pflanzen.

Totholzstrukturen.

Umweltbildung.

Und vor allem: Beobachtung.

Denn Artenschutz bedeutet für uns nicht einfach, etwas aufzustellen und danach wieder zu verschwinden.

Wir möchten verstehen, was funktioniert.


Beobachten statt nur aufstellen

Ein wichtiger Teil von „Trees 4 Bees“ soll deshalb die langfristige Beobachtung sein.

Welche Tiere nutzen die geschaffenen Strukturen?

Wann werden sie genutzt?

Welche Wildbienenarten kommen vor?

Welche Pflanzen befinden sich in unmittelbarer Umgebung?

Wie verändert sich der Standort über die Jahre?

Welche Maßnahmen funktionieren besonders gut?

Und welche vielleicht weniger?

Solche Fragen sind wichtig, wenn aus einer einzelnen Artenschutzaktion langfristig etwas Wertvolles entstehen soll.

Unser Wunsch ist deshalb, die Entwicklung unserer Standorte nicht nur einmalig, sondern über mehrere Jahre hinweg zu begleiten.


Artenschutz und Umweltbildung gehören für uns zusammen

Freigefühl arbeitet nicht nur in der Natur.

Wir möchten Menschen wieder mit der Natur verbinden.

Besonders wichtig ist uns dabei die Arbeit mit Kindern.

Denn wer als Kind lernt, eine Wildbiene zu beobachten, einen Käfer unter einem Stück Totholz entdeckt oder versteht, warum eine vermeintlich „unordentliche“ Blumenwiese unglaublich wertvoll sein kann, entwickelt einen völlig anderen Blick auf seine Umwelt.

Aus diesem Grund möchten wir unsere Artenschutzprojekte langfristig auch mit unserer naturpädagogischen Arbeit verbinden.

Kinder sollen nicht nur hören:

„Bienen sind wichtig.“

Sie sollen erleben, warum sie wichtig sind.

Sie sollen beobachten.

Fragen stellen.

Pflanzen kennenlernen.

Samen ausbringen.

Blüten untersuchen.

Lebensräume entdecken.

Und vielleicht irgendwann selbst Verantwortung übernehmen.

Denn wir glauben:

Was wir kennen, können wir verstehen.

Was wir verstehen, können wir wertschätzen.

Und was wir wertschätzen, sind wir bereit zu schützen.


Hagen hat unglaublich viel Natur

Hagen ist eine besondere Stadt.

Wer unsere Region kennt, weiß, wie schnell man vom urbanen Raum mitten im Wald stehen kann.

Wälder, Bachtäler, Wiesen, Waldränder, Flusslandschaften und zahlreiche unterschiedliche Lebensräume befinden sich teilweise direkt nebeneinander.

Das ist ein enormes Potenzial.

Aber dieses Potenzial bedeutet gleichzeitig Verantwortung.

Denn auch bei uns stehen Lebensräume unter Druck.

Flächen werden versiegelt.

Blühflächen verschwinden.

Alte Strukturen werden entfernt.

Gärten werden zunehmend pflegeleicht gestaltet.

Totholz wird beseitigt.

Und zahlreiche Pflanzen, die wir Menschen gerne als „Unkraut“ bezeichnen, sind für Insekten wichtige Nahrungsquellen.

Deshalb möchten wir zeigen:

Artenschutz muss nicht irgendwo anders stattfinden.

Artenschutz kann in Hagen stattfinden.

Direkt hier.


Aus einzelnen Projekten soll ein Netzwerk entstehen

„Trees 4 Bees“ soll für uns kein isoliertes Einzelprojekt bleiben.

Unsere Vision ist größer.

Wir möchten langfristig verschiedene Maßnahmen miteinander verbinden und dadurch kleine ökologische Trittsteine schaffen.

Dazu gehören beispielsweise:

Baumhöhlen und natürliche Niststrukturen.

Wildblumen- und Schmetterlingswiesen.

Regionales Saatgut.

Umweltbildungsprojekte mit Schulen und Kindergärten.

Beobachtung heimischer Tier- und Pflanzenarten.

Zusammenarbeit mit Menschen und Institutionen aus Naturschutz, Umweltbildung und Forstwirtschaft.

Denn genau daraus können langfristig funktionierende Projekte entstehen.

Nicht dadurch, dass jeder für sich arbeitet.

Sondern dadurch, dass Wissen, Menschen, Flächen und Ideen zusammenkommen.


Warum Wildbienen so wichtig sind

Wildbienen gehören zu den faszinierendsten Tiergruppen unserer heimischen Natur.

Anders als Honigbienen leben viele Wildbienenarten nicht in großen Staaten.

Viele Arten leben solitär.

Ein einzelnes Weibchen baut seine Nester, sammelt Pollen und versorgt seine Nachkommen.

Dabei haben verschiedene Arten ganz unterschiedliche Lebensweisen.

Manche nisten im Boden.

Andere nutzen vorhandene Hohlräume.

Einige Arten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert.

Genau diese Spezialisierung macht sie besonders faszinierend – aber gleichzeitig auch empfindlich gegenüber Veränderungen ihres Lebensraumes.

Fehlt die benötigte Pflanze, kann auch die dazugehörige Wildbienenart verschwinden.

Fehlt ein geeigneter Nistplatz, hilft selbst ein reiches Blütenangebot nur begrenzt.

Deshalb müssen wir Artenschutz ganzheitlich denken.


Mehr Mut zu wilder Natur

Vielleicht müssen wir auch unsere Vorstellung davon verändern, wie Natur aussehen soll.

Nicht jede Fläche muss perfekt gemäht sein.

Nicht jeder abgestorbene Ast muss sofort entfernt werden.

Nicht jedes Blatt muss im Herbst verschwinden.

Nicht jede Brennnessel ist störend.

Nicht jede Distel ist Unkraut.

Nicht jedes Stück Totholz ist wertlos.

Für uns Menschen bedeutet „aufgeräumt“ oft gepflegt.

Für viele Tiere bedeutet „aufgeräumt“ jedoch:

kein Lebensraum.

Ein bisschen mehr Wildnis kann einen enormen Unterschied machen.


Unsere Spendenaktion für „Trees 4 Bees“

Damit wir unser Projekt umsetzen können, benötigen wir Unterstützung.

Deshalb haben wir eine eigene Spendenaktion für „Trees 4 Bees“ gestartet.

Mit den Spenden möchten wir die notwendigen Materialien und Projektkosten finanzieren, die für die Umsetzung unserer Artenschutzmaßnahmen notwendig sind.

Dazu können unter anderem gehören:

Materialien für geeignete Baum- und Niststrukturen,

Projekt- und Befestigungsmaterial,

Saatgut beziehungsweise Regiosaatgut für zukünftige Blühflächen,

Materialien für Umweltbildungsangebote,

Informationsmaterial,

Dokumentation und Beobachtung der Standorte

sowie weitere Kosten, die unmittelbar mit der Umsetzung unserer Artenschutzprojekte verbunden sind.

Unsere Spendenaktion findet ihr hier:

Jede Unterstützung hilft uns dabei, aus einer Idee einen tatsächlichen Lebensraum entstehen zu lassen.


Auch kleine Spenden können etwas bewegen

Artenschutz muss nicht immer mit riesigen Projekten beginnen.

Manchmal beginnt er mit einer einzigen Fläche.

Mit einem einzigen Baum.

Mit einer Handvoll Saatgut.

Mit einer Nisthilfe.

Oder mit einer Gruppe Kinder, die zum ersten Mal bewusst eine Wildbiene beobachtet.

Genau deshalb ist auch eine kleine Spende wertvoll.

Wenn viele Menschen gemeinsam einen kleinen Beitrag leisten, können daraus Projekte entstehen, die alleine nur schwer umzusetzen wären.

5 Euro helfen.

10 Euro helfen.

25 Euro helfen.

50 Euro helfen.

Und natürlich hilft auch jede größere Unterstützung.

Aber genauso wichtig ist etwas anderes:

Erzählt anderen Menschen von unserem Projekt.

Teilt unsere Spendenaktion.

Sprecht über Wildbienen.

Lasst eine Ecke im Garten wild.

Pflanzt heimische Blütenpflanzen.

Lasst Pflanzen über den Winter stehen.

Und schaut euch beim nächsten Waldspaziergang einmal einen alten Baum ganz genau an.

Vielleicht entdeckt ihr plötzlich einen Lebensraum, an dem ihr vorher hundertmal vorbeigelaufen seid.


Transparenz ist uns wichtig

Wenn Menschen ein Projekt finanziell unterstützen, sollen sie auch sehen können, was daraus entsteht.

Deshalb möchten wir die Entwicklung von „Trees 4 Bees“ begleiten und dokumentieren.

Von der Planung über die Umsetzung bis zur späteren Beobachtung.

Wir möchten zeigen:

Was wurde geschaffen?

Wo wurde gearbeitet?

Was hat funktioniert?

Welche Tiere konnten wir beobachten?

Welche Erkenntnisse nehmen wir für weitere Projekte mit?

Denn unsere Spendenaktion soll nicht einfach nur Geld sammeln.

Sie soll Menschen an einem Artenschutzprojekt teilhaben lassen.


Unser langfristiges Ziel

Unsere Vision ist es, aus „Trees 4 Bees“ ein langfristiges Artenschutzprojekt für Hagen entstehen zu lassen.

Ein Projekt, das Lebensräume schafft.

Ein Projekt, das Menschen informiert.

Ein Projekt, das Kinder begeistert.

Ein Projekt, das Wildbienen schützt.

Ein Projekt, das verschiedene Akteure miteinander verbindet.

Und vielleicht irgendwann ein Projekt, das zeigt, wie aus vielen kleinen Maßnahmen ein großes Netzwerk für Artenvielfalt entstehen kann.

Wir möchten nicht nur darüber sprechen, dass sich etwas verändern muss.

Wir möchten anfangen.

Baum für Baum.

Blüte für Blüte.

Lebensraum für Lebensraum.


Trees 4 Bees – jeder Baum kann ein Zuhause sein

Vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft unseres Projektes:

Ein Baum ist nicht einfach Holz.

Eine Wiese ist nicht einfach Gras.

Eine Distel ist nicht einfach Unkraut.

Ein abgestorbener Ast ist nicht automatisch Abfall.

Und eine Wildbiene ist nicht einfach irgendein Insekt.

Alles hängt zusammen.

Je genauer wir hinschauen, desto deutlicher erkennen wir, wie komplex unsere Natur ist.

Und desto stärker wird auch unsere Verantwortung, sie zu erhalten.

Mit Trees 4 Bees möchten wir unseren eigenen kleinen Beitrag dazu leisten.

Hier.

In Hagen.

Gemeinsam mit Menschen, die ebenfalls der Meinung sind, dass Artenvielfalt nicht nur geschützt werden sollte, weil sie notwendig ist.

Sondern weil sie etwas ist, das wir zukünftigen Generationen erhalten sollten.


Unterstützt Trees 4 Bees

Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet, könnt ihr direkt über unsere Spendenaktion zu unserem Projekt beitragen:

Auch das Teilen unserer Aktion hilft uns enorm.

Je mehr Menschen von dem Projekt erfahren, desto größer ist die Chance, dass wir gemeinsam weitere Lebensräume schaffen können.

Danke an jeden Menschen, der unser Projekt unterstützt, unsere Beiträge teilt, Flächen zur Verfügung stellt, Wissen mit uns austauscht oder einfach anfängt, die Natur vor der eigenen Haustür ein kleines bisschen anders zu betrachten.

Trees 4 Bees.

Mehr Lebensräume. Mehr Artenvielfalt. Mehr Natur in Hagen.

FreigefühlNatur erleben. Natur verstehen. Natur schützen.

 
 
 

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